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Berufsbildung aktuell - Ausgabe 10
4.10.1999

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Inhalt:

1. Berufsmaturitaet: Arbeiten am neuen Lehrplan beginnen
2. BBG-Vernehmlassung in der Abschlussphase
3. BBT zur Evaluation von Qualitaetsmanagementsystemen
4. Neue Ausbildungsreglemente
5. Vom Akkreditierungssystem BWA/DBK zur eduQua
6. Neues Ausbildungskonzept im Sozialbereich
7. Diplommittelschule "Gesundheit und Soziales"
8. Lehrstellenbeschluss II: Datenbank der Projektideen
9. Bundesrat Couchepin zu den Fachhochschulen
10. Walliser  Fachhochschule in Sitten und Siders
11. Kanton Genf: Berufsbildungsamt neu strukturiert
13. Neue Internetangebote zur Berufsbildung
14. Presseschau

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1.  Berufsmaturitaet: Arbeiten am neuen Lehrplan beginnen

wt. In Zukunft soll es noch hoechstens drei Berufsmaturitaetstypen geben,
vielleicht aber auch eine Einheitsmatura mit Optionen, zum Beispiel
Richtung Technik oder Gesundheit und Soziales. Dies ist eine der Vorgaben
des BBT an die 12 Arbeitsgruppen, die zusammen mit einer Steuergruppe und
einem Ausschuss den neuen Lehrplan vorbereiten sollen. Projektleiter ist
Werner Kolb, Berufsmittelschule Zuerich, Verantwortung und Federfuehrung
liegen beim BBT (Rolf Peter und Esther Ritter). Die 80 - 100 beteiligten
Personen treffen sich am 11./12. November zu einer ersten Tagung.  Ihr
Auftrag umfasst auch die Pruefung, wie weit in der Berufsmittelschule die
Anforderungen von EURO-BAC, der berufsbezogenen Maturitaet der EU-Laender,
beruecksichtigt werden koennen.

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2.  BBG-Vernehmlassung in der Abschlussphase

wt. Am 4. und 5. November werden die Erziehungsdirektionen ueber die
Vernehmlassung der EDK zum Entwurf zu einem neuen Berufsbildungsgesetz
entscheiden. Hauptpunkte sind das Verhaeltnis von Bund und Kantonen sowie
die zusaetzlichen Mittel darstellen, die die Umsetzung des neuen Gesetzes
erfordern. Von Seiten der EDK ist man der Ansicht, dass auf die Kantone
eine zusaetzliche Belastung von etwa 500 Mio Franken zukommen wird.

Uebrigens endet demnaechst auch die Vernehmlassung zur "Neuen
Finanzordnung", in der es ebenfalls um das Verhaeltnis von Bund und
Kantonen geht. Unter anderem wird dort verlangt, dass die Aus- und
Weiterbildung von Berufsschullehrpersonen und Fachpersonal fuer die
Berufsberatungen den Kantonen uebertragen wird.

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3.  BBT zur Evaluation von Qualitaetsmanagementsystemen

wt. Die neue "Anleitung zur Evaluation von Qualitaetsmanagementsystemen"
des BBT enthaelt einen Katalog von Leitfragen im Hinblick auf die
Metaevaluation. Von den Kantonen durchgefuehrt, soll sie Antworten auf das
von jeder Bildungsinstitution entworfene und gestaltete
Qualitaetsmanagementsystem (QMS) geben: Ist das QMS zweckmaessig? Wie wird
das System angewendet? Was fuer Massnahmen werden aus der Systemanwendung
abgeleitet?

Bezug: BBT Bildungscontrolling, Effingerstrasse 27, 3003 Bern, Tel: 031 322
28 29, Fax 031 322 52 73.

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4.  Neue Ausbildungsreglemente

wt. Im September hat das BBT Entwuerfe zu Ausbildungsordnungen fuer
Raumplanungszeichner, Orthopaedieschumacher und Schuhmacher in die
Vernehmlassung gegeben.

KORRIGENDA zu Meldung 99/9-3: Die Bezeichnung der Berufspruefung nach
modularem System lautet nicht "Betriebsausbildner", sondern "Ausbilder".

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5.  Vom Akkreditierungssystem BWA/DBK zur eduQua

df. Das Akkreditierungssystem BWA/DBK hat einen neuen Namen: "eduQua". Eine
weitere terminologische Aenderung betrifft den Begriff "Akkreditierung".
Dieser wird neu ersetzt durch den Begriff "Zertifizierung" von
Institutionen.
Die wichtigsten Teilschritte bis Ende Jahr sind die Erstellung eines
Handbuchs fuer die Zertifizierung; der Aufbau einer zentralen Dokumentation
und Dienstleistungen zuhanden der Zertifizierungsstellen. Am 23./24.
Oktober finden Schulungstage statt.

Informationen: Christof Thierstein, mailto:denkbar@gmx.net

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6.  Neues Ausbildungskonzept im Sozialbereich

pm. Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren (SODK) hat am 24.
September ein neues Modell fuer die Sozialausbildungen gutgeheissen, dem
die EDK bereits am 26. August zustimmte. Dieses Ausbildungsmodell ist von
der Kommission Berufsbildung der EDK in Zusammenarbeit mit der SODK und der
Sanitaetsdirektorenkonferenz (SDK) erarbeitet werden. Das  Modell stimmt
mit der neuen Systematik der SDK ueberein und entspricht auch dem neuen
Berufsbildungsgesetzes.
Auf der Sekundarstufe II gibt es einen schulbezogenen Ausbildungsweg (DMS
oder gymnasiale Maturitaet) und einen berufsbezogenen (Berufslehre mit
Faehigkeitszeugnis). Daran schliesst die Tertiaerstufe mit den
Diplomausbildungen an, angeboten von Hoeheren Fachschulen und
Fachhochschulen fuer Soziale Arbeit.
Info:  Armin Schoeni, SODK, Fax 031 371 17 41.
Fritz Wuethrich, EDK, Fax 031 309 51 50.

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7.  Diplommittelschule "Gesundheit und Soziales"
 

pm. Die kuerzlich eroeffnete dreijaehrige Diplommittelschule der Neuen
Mittelschule Bern fuehrt in der Theorie zu einem anerkannten DMS-Diplom und
fuer die Praxis zu einem vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) gebilligten
Faehigkeitsausweis. Fuer verschiedene Berufe im Gesundheits- und
Sozialwesen verkuerzt sich dabei die Ausbildung bis zu einem Jahr. Zudem
steht der Fachhochschulanschluss in Reichweite.

Info: B. Furrer, Neue Mittelschule Bern, Waisenhausplatz 29, 3011 Bern, Tel
031 310 85 85, Fax 031 310 85 68.

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8.  Lehrstellenbeschluss II: Datenbank der Projektideen

rg. In den meisten Kantonen werden zurzeit Ueberlegungen zu Projekten im
Rahmen des Lehrstellenbeschluss II angestellt. Mit Sicherheit kann davon
ausgegangen werden, dass bestimmte Projekte gleichzeitig in verschiedenen
Kantonen und/oder auf DBK-Ebene entwickelt werden. Doppelspurigkeiten und
Ueberschneidungen muessen aber nach Moeglichkeit verhindert werden. Deshalb
eroeffnet die DBK im Verlauf des Oktobers auf ihrer Homepage (www.dbk.ch)
eine Datenbank, aus der die verschiedenen Projektideen ersichtlich sind.
Diese Informationen koennen als Grundlage fuer die Zusammenarbeit und gar
das Zusammengehen von verschiedenen aehnlichen Projekten dienen. Die
Kantone und Institutionen, die sich mit LSB2-Projekten befassen, sind
deshalb gebeten, ihre Projektideen oder Projektskizzen fuer diese Datenbank
zur Verfuegung zu stellen. Die Unterlagen koennen per Post oder per E-Mail
an das DBK-Sekretariat gesandt werden.

DBK, Postfach, 6000 Luzern 7, mailto:sekretariat@dbk.ch

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9.  Bundesrat Couchepin zu den Fachhochschulen

wt. In einem Vortrag vor den "Fachhochschul-Dozierenden" der Schweiz hat
Bundesrat Couchepin den Aufbau der Fachhochschulen als das groesste
bildungspolitische Projekt der letzten 30 Jahre bezeichnet. Am Konzept der
sieben FH-Regionen sei festzuhalten und auch die Buendelung und
Konzentration der Studiengaenge zu erreichen. Um seine Regelungskompetenz
zu erhoehen habe er die Beitragszahlungen von 20 auf 33% erhoeht. Zu
gegebener Zeit werde die Bundeskompetenz auch auf die noch in kantonaler
Kompetenz liegenden Studienbereiche (Sozial-, Gesundheits- und
Paedagogikhochschulen) ausgeweitet.

Quelle: Presse-Communiqué von FH-CH

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10.  Walliser  Fachhochschule in Sitten und Siders

ao. Gemaess Entscheid des Walliser Grossen Rates vom 22.9.99 wird die
kuenftige Fachhochschule (FH-VS) ihren Standort in Sitten und Siders haben.
Damit verliert das Oberwallis seine Fachhochschule fuer Wirtschaft und
Verwaltung in Visp.

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11.  Kanton Genf: Berufsbildungsamt neu strukturiert

wt. Das "Office d'orientation et de formation professionelle" des Kantons
Genf wurde neu organisiert. Rund 180 Personen teilen sich in 130 Stellen.
Leiter ist Jean-Marc Frère. Die groesste Abteilungen sind "Orientation
scolaire et professionnelle", "Information" und "Formation professionnelle".

Eine ausfuehrliche Beschreibung (mit Organigramm) ist hier als
pdf-Dokument mit Namen OOFP.pdf zu finden.

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13.  Neue Internetangebote zur Berufsbildung

pm. http://www.go-on.ch orientiert umfassend ueber die Berufsbildung im
Kanton Bern.
http://www.qtop.ch behandelt das Thema Qualitaetsentwicklung an Berufsschulen
Ueber http://www.dbk.ch/projekte stehen neu Informationen zum Thema
Ausbildungsverbund zur Verfuegung.

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14.  Presseschau

wt. Im September erscheinen jeweils die Berufswahlbeilagen. In der reichen
Auswahl an Artikeln zur Berufsbildung wurden Erstausbildungen vom
Korbflechter ueber die Hebamme bis zu den Postberufen vorgestellt und
Weiterbildungen von Arbeitsvorbereiter bis zum Immobilien-Schaetzer.

Ums Ueberleben der Berufsschule Arbon und der Gartenbauschule Huenibach
wird gekaempft. Die Rede ist auch von Berufslehren fuer leistungsstarke
Schueler, beispielsweise unter dem Titel "Hier ist der Stift der Boss!"
(Juniorfirmen). Von guten Ideen wird berichtet: Das Berufs- und
Weiterbildungszentren Obwalden hat sich eine Computeranlage mittels
Sponsoring finanzieren lassen und die die Informatik-Stifte der Technischen
Berufsschule Zuerich haben einen Film zu 'Laptops, Liebe und Lehrlinge'
gedreht.

Ob wohl der Begriff 'Berufswahlbeilage' bald obsolet sein wird? Die
Berufsberatung der Stadt Zuerich nennt sich seit kurzem nicht mehr
'Berufsberatung' sondern 'Laufbahnzentrum'.

(Kurzfassungen der ausgewerteten 50 Zeitungsartikel finden Sie als
PDF-Dokument "Presseschau99_10" hier.