Berufsbildung aktuell - Ausgabe 12 1.11.1999
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Inhalt:
1. Lehrstellenbarometer steigt weiter
2. 11700 Lehrpersonen an Berufsschulen
3. Neue Ausbildungsreglemente
4. Die Berufslehre aus der Sicht von Lehrbetrieben
5. Zum finanziellen Nutzen von Bildung
6. Web Merchant - ein neuer Internet-Beruf?
7. Berufsberaterausbildung auf Fachhochschulniveau
8. Intensivseminar "Sommerakademie"
9. Positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort
10. St.Gallen: Veranstaltungen zu Bildungsfragen
11. Amerikanische Firmen richten Universitaeten ein
12. Presseschau
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1. Lehrstellenbarometer steigt weiter
wt. Das BBT rechnet auf Grund der juengsten Lehrstellenerhebung in diesem
Jahr mit insgesamt 72'000 neu abgeschlossenen Lehrvertraegen. Das sind 4%
mehr als 1998. 7% der verfuegbaren Lehrstellen waren Ende August noch nicht
besetzt. Die anbietenden Unternehmen erwarten, davon noch knapp die Haelfte
vergeben zu koennen.
Von den neuen Ausbildungsplaetzen entfallen rund 2000 auf die vom BBT
geregelten Berufe und etwa 1000 auf Ausbildungen des Schweizerischen Roten
Kreuzes und andere, meist kantonal geregelte Berufe.
Weitere Infos: http://www.berufsbildung.ch/lehrstellenbarometer
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2. 11700 Lehrpersonen an Berufsschulen
wt. Das Bundesamt fuer Statistik kann erstmals ueber die Lehrerschaft der
Berufsschulen berichten: 11'700 Lehrpersonen unterrichten 158'4000
Lehrlinge an gewerblich-industriellen und kaufmaennischen Berufsschulen. An
den Mittelschulen sind es 11'900, die 66'900 Lernende unterrichten.
70% sind der Berufsschullehrerinnen und -lehrer sind teilzeitlich taetig.
In Vollzeitstellen umgerechnet ergibt dies 6500 Stellen im Vergleich zu
6400 an Mittelschulen.
Infos: Mauro Olgiati, mailto:mauro.olgiati@bfs.admin.ch und
http://www.statistik.admin.ch/news/dnew_m.htm
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3. Neue Ausbildungsreglemente
Das Bundesamt fuer Berufsbildung und Technologie, BBT, hat die
Ausbildungsvorschriften fuer Haustechnikplaner (Heizung / Kaelte / Lueftung
/ Sanitaer) erlassen, die vier Zeichnerreglemente aus den 80er Jahren
ersetzen. Im September wurde die Vernehmlassung zu einer Revision der
Buchhaendler und -haendlerinnenausbildung eroeffnet (Abschaffung des
Verlagsbuchhaendlers, Verlaengerung des Berufsschulunterrichts auf 1,5
Tage). Weiter soll neu der Beruf 'Tierpfleger/in' eingefuehrt werden, eine
dreijaehrige Ausbildung fuer Taetigkeiten in Betrieben, die gewerbsmaessig
Tiere zuechten, halten oder betreuen.
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4. Die Berufslehre aus der Sicht von Lehrbetrieben
df. In einer Befragung bei 1590 Lehrbetrieben des Kantons Bern wurde die
Attraktivitaet der Berufsbildung bei Lehrbetrieben analysiert und
untersucht, wie die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe gefoerdert werden
kann. Eine allgemeine Tendenz zum Rueckzug aus der Berufsbildung sei nicht
festzustellen, so die Studie. Gefordert seien jedoch Reformen, die die
Berufsbildung verbessern, etwa finanzielle Anreize, verstaerkte
Zusammenarbeit von Lehrbetrieb und Berufsschule und die Verbesserung des
Berufswahlunterrichts in der Volksschule.
Naeheres in Panorama 99/4 "Wie attraktiv ist die Berufsbildung aus der
Sicht der Betriebe?"
Kontakt: Amt fuer Bildungsforschung des Kantons Bern, Barbara E. Stalder,
031 633 85 11
Panorama: http://www.panorama.ch, mailto:sekretariat@panorama.ch
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5. Zum finanziellen Nutzen von Bildung
df. Jegliche Ausbildung nach der Pflichtschulzeit ist rentabel. Zu diesem
Schluss kommt eine Studie zum finanziellen Nutzen von Bildung, die von
Stefan C. Wolter (Schweizerische Koordinationsstelle fuer
Bildungsforschung) und Bernhard A. Weber (BWA) erstellt wurde. Allerdings
ist das moegliche Mehreinkommen aus zusaetzlicher Ausbildung (insbesondere
an Universitaeten) keineswegs so gross, dass sich daraus die Forderung
legitimieren liesse, die Studierenden staerker an den Bildungskosten zu
beteiligen.
Vergleiche auch das Interview mit S. Wolter in Panorama 99/1: "Zahlt sich
gute Bildung aus?"
Kontakt: Stefan Wolter, 062 835 23 90.
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6. Web Merchant - ein neuer Internet-Beruf?
ao. Die Berufsschule fuer Weiterbildung Zuerich bietet einen Lehrgang zum
Web Merchant an. Voraussetzungen sind: Fundierte Kenntnisse aus einer
Taetigkeit als Web Publisher oder Web Master oder Kenntnisse aus den
Bereichen Marketing, Kommunikation, Handel und Verkauf, fundierte
Erfahrungen als Computer-Anwender sowie gute Internetkenntnisse.
Informationen: Berufsschule fuer Weiterbildung Zuerich, Tel. 01 267 80 40,
http://www.eb-wolfbach.ch
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7. Berufsberaterausbildung auf Fachhochschulniveau
df. Der Schweizerische Verband fuer Berufsberatung strebt an, die von ihm
angebotenen Studiengaenge fuer Berufsberater und -beraterinnen auf
Fachhochschulniveau zu bringen. Am 17. September 1999 nahm der Vorstand
Kenntnis von entsprechenden Vorarbeiten und gab gruenes Licht, das Projekt
zu Entscheidungsreife zu treiben.
Das Projekt einer berufsbegleitenden Fachhochschulausbildung fuer Berufs-
und Laufbahnberater und -beraterinnen mit Schwerpunkt angewandte
Psychologie wird zusammen mit der Hochschule fuer Angewandte Psychologie
(HAP, ehemals IAP) entwickelt. Ein Lehrgang soll erstmals im Jahre 2003
angeboten werden.
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8. Intensivseminar "Sommerakademie"
ao. Vom 7. - 13. Oktober 1999 fand in Maienfeld ein Intensivseminar zum
Thema "Anforderungsprofile in der heutigen Arbeitswelt" fuer eine Auswahl
der begabtesten Studierenden aus den Bereichen Mathematik, Informatik und
Wirtschaftswissenschaften aus dem ganzen deutschsprachigen Raum statt.
Organisator war die Schweizerische Studienstiftung fuer begabte junge
Menschen.
Auskuenfte ueber die Studienstiftung und die Foerderungsprogramme aus
Fachhochschule und Hochschule sind auf der Homepage
http://www.studienstiftung.ch erhaeltlich.
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9. Positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort
wt. Gemaess den neusten Ergebnissen der Schweizerischen
Arbeitskraefteerhebung (SAKE) waren im 2. Quartal 1999 3,862 Mio. Personen
erwerbstaetig, 0,8% mehr als im Vorjahr. Die Zahl der erwerbstaetigen
Auslaender ging leicht zurueck.
Ein interessantes Nebenergebnis: Trotz Krise ging in den 90er Jahren die
Erwerbsquote der Frauen nicht zurueck, sondern erhoehte sich sogar - eine
andere Entwicklung als bei frueheren Rezessionen. Von 1991 bis 1999 stieg
sie von 70,6% auf 74,5%, waehrend sie bei den Maennern von 91.9% auf 89,6%
zurueckging.
Infos: Michel Kolly, BFS, Tel 032 713 64 76
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10. St.Gallen: Veranstaltungen zu Bildungsfragen
df. Vom 2. November bis zum 25. Januar finden in St. Gallen sieben
oeffentliche Veranstaltungen zu Bildungs- und Weiterbildungsfragen statt.
Die Reihe bildet den Hoehepunkt und Abschluss einer Bildungsoffensive der
Industrie- und Handelskammer St.Gallen-Appenzell IHK. Sie hatte zum
Hauptziel, konkrete, umsetzbare Vorschlaege zur Bildung und Berufsbildung
zu erarbeiten.
Genaue Daten und weitere Informationen unter http://www.ihk.ch
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11. Amerikanische Firmen richten Universitaeten ein
Die Zahl der Unternehmens-Universitaeten, Schulungsstaetten mit
vielfaeltigem Angebot fuer die Angestellten einer Firma, hat im vergangenen
Jahrzehnt in den USA von 400 auf 1600 zugenommen. Der groesste Anteil
dieser Bildungseinrichtungen nutzt noch klassische Klassenraeume, aber
viele bieten zunehmend auch Kurse ueber Internet oder satellitengestuetzte
Systeme an. Die meisten Konzerne haben die Schulungseinrichtungen
aufgebaut, um ihre Angestellten auf dem neuesten Stand von Technologie und
weltweitem Wettbewerb zu halten.
(Quelle: CBS MarketWatch.com, 06.10.99)
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12. Presseschau
wt. Das neue Berufsbildungsgesetz ist in der Vernehmlassung gut aufgenommen
worden - bis auf den Bereich der Finanzierung, wo es in der Presse Kritik
hagelt. Weitere Themen der Medienberichterstattung waren unter anderem
Abwerbepraemien fuer Fachleute, Lehrlingsaktionen, die Schliessung des
Seminars Weinfelden, eine neue Bankfachschule, Hebammenausbildung und
Sparbemuehungen in der Pflegeausbildung.
Einmal mehr war die Lehrstellensituation Gegenstand der Berichterstattung:
Die SBB schafft 150 neue Lehrstellen. Das Interesse an einer
Informatikerausbildung kann nicht gedeckt werden. Die Chemieindustrie und
der Detailhandel finden hingegen zu wenig Nachwuchskraefte.
Die Presseschau finden Sie hier.
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