Berufsbildung aktuell - Ausgabe 14 30.11.1999
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Inhalt:
1. Presseschau
2. Neues Finanzierungsmodell fuer die Berufsbildung
3. Arbeitsgruppe Fachhochschulen Gesundheit eingesetzt
4. 2 + 2 = Ein attraktiver Weg zur kaufmaennischen Berufsmaturitaet
5. Untersuchung zur Lehrmeisterausbildung
6. Informatik-Handelsmittelschule, ein neues Bildungsangebot
7. Bildungszentren: Wer hat Erfahrung?
8. Forschung: NFP-Skizzen bewilligt
9. Westschweiz: Die Laufbahnberatung wird weiterentwickelt
10. Genf: Foerderung der grenzueberschreitenden Ausbildung
11. Bern: Das Lehrlingsturnen wird doch nicht angetastet
12. St.Gallen: Diplommittelschulen anstelle der Verkehrsschule
13. Urs Stampfli neuer Leiter des SVB
14. Telefon im Schulzimmer
15. ZBA: Doch keine Fusion mit der SVEB
16. Infopartner: Unterstuetzung in Aussicht
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1. Presseschau
wt. Der Fachhochschulkongress fand seinen Niederschlag in der Presse: Gute
Beispiele werden dargestellt, mehr Tempo wird verlangt und auf das neue
Journalisten-Studium hingewiesen. Die rasche Entwicklung der
Berufsmittelschulen bekommt Anerkennung. Aber auch die Entwicklung in den
Universitaeten ist Gegenstand mehrerer Artikel. Einmal mehr wird eine
Reduktion der Berufszahl gefordert. Gleichzeitig werden neue Ausbildungen
dargestellt: Informationsassistent, Recyclisten, Reiseleiter,
Mobilitaetsberater. Weitere Themen sind die neue Haushaltlehre, das
Vorgehen bei der Bewerbung um Lehrstellen und die Weiterbildung.
Die Presseschau finden Sie hier.
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2. Neues Finanzierungsmodell fuer die Berufsbildung
rg. Prof. Hans Sieber, der Direktor des Bundesamtes fuer Berufsbildung und
Technologie, stellte an der Tagung der Berufsbildungsaemter-Konferenzen ein
Modell zur kuenftigen Finanzierung der Berufsbildung zur Diskussion. Danach
soll der Bund kuenftig einen Viertel der Berufsbildungskosten der
oeffentlichen Hand uebernehmen (heute sind es zwischen 18% - 20%). Die
Bundesbeitraege sollen in Form von Pauschalen auf der Basis der Zahl der
Lehrvertraege ausgerichtet werden, verbunden mit Leistungsauftraegen. Fuer
die Unterstuetzung von Innovationen und besonderen Leistungen ist ein Fonds
in der Hoehne von mindestens 10% der Kredite vorgesehen.
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3. Arbeitsgruppe Fachhochschulen Gesundheit eingesetzt
pm. Der Bildungsrat der Sanitaetsdirektorenkonferenz hat ein Mandat fuer
eine Arbeitsgruppe verabschiedet, welche das Profil der Fachhochschulen
ueberarbeiten soll. Es geht darum, die seit der Verabschiedung des
aktuellen Profils (Mai 1996) gemachten Erfahrungen zu beruecksichtigen und
fuer die gegensaetzlichen Vorstellungen von Deutsch- und Westschweiz einen
genuegend grossen gemeinsamen Nenner zu finden. Ergebnisse sollen Ende
April 2000 vorliegen.
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4. 2 + 2 = Ein attraktiver Weg zur kaufmaennischen Berufsmaturitaet
ao. Urspruenglich wurden die Verkehrsschulen zur Ausbildung der Kader der
eidg. Verkehrs- und Verwaltungsbetriebe konzipiert. Nachdem aber Swissair,
Post und SBB die Monopolberufe aufgegeben hatten, draengte sich eine
Neuorientierung auf.
Fuer die eidg. Zollverwaltung und die swisscontrol wird das Angebot wie
bisher weitergefuehrt mit der Moeglichkeit, die Berufsmaturitaet
kaufmaennischer Richtung zu erlangen.
Die Zentralschweizerische Verkehrsschule Luzern (ZVL) realisiert in
Zusammenarbeit mit dem Kaufmaennischen Bildungszentrum Luzern (KBZ) die
folgende Loesung:
1. und 2. Ausbildungsjahr: Vollzeitunterricht an der ZVL; Abschluss mit
Berufsmatura-Teilpruefung
3. und 4. Ausbildungsjahr: verkuerzte Lehre in einem Betrieb waehrend 2
Jahren mit oblig. Berufsschulunterricht am KBZ Luzern
Abschlusspruefung: Lehrabschlusspruefung und BM-Schlusspruefung am KBZ Luzern
Die Detailregelungen finden Sie hier: http://www.dbk.ch/bbaktuell/2plus2.pdf
Weitere Infos: Willy Huwiler, Zentralschweiz. Verkehrsschule, Tel. 041 208
80 20 oder: Xaver Ineichen, Amt fuer Berufsbildung Luzern,
mailto:Xaver.Ineichen@beruf.ch
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5. Untersuchung zur Lehrmeisterausbildung
Eine Arbeitsgruppe des Amtes fuer Berufsbildung und -beratung des Kantons
Genf ist beauftragt, die Ausbildung der Lehrmeister zu ueberpruefen. Sie
hat eine Umfrage bei Lehrmeistern durchgefuehrt, um ihre Beduerfnisse und
Taetigkeiten besser kennen zu lernen. Die Ergebnisse werden die Grundlage
eines Entwicklungsprojektes fuer die Lehrmeisterausbildung darstellen.
Weitere Informationen: gregoire.evequoz@etat.ge.ch
(Quelle: OOFP Geneve)
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6. Informatik-Handelsmittelschule, ein neues Bildungsangebot
Graubuenden beteiligt sich am Pilotprojekt
"Informatik-Handelsmittelschule". Dieses stellt eine schweizerische Neuheit
in der Berufsbildung dar und soll an den Kantonsschulen Chur, Winterthur
und Frauenfeld realisiert werden:
Ab Schuljahr 2000/01 werden fuer vorlaeufig vier Jahre Ausbildungsplaetze
im Bereich der Applikationsinformatik in Verbindung mit einer
kaufmaennischen Grundausbildung geschaffen. Die Ausbildung inklusive
einjaehrigem Praxisaufenthalt wird vier Jahre dauern. Wer die
Pilotausbildung machen will, muss eine Aufnahmepruefung in die
Handelsmittelschule und einen Eignungstest bestehen. Abgeschlossen wird das
Studium mit der kaufmaennischen Berufsmatura und dem eidg.
Faehigkeitsausweis fuer Informatiker/innen.
In Graubuenden arbeiten drei Partner im Pilotprojekt eng zusammen:
Handelsmittelschule der Kantonsschule (kaufmaennische Grundausbildung),
gewerbliche Berufsschule Chur (Informatikausbildung) und Swisscom
(Einfuehrungskurse). Der berufspraktische Teil im Bereich Informatik
erfolgt in einer Unternehmung nach eigener Wahl.
Info: Dr. Hans Vettiger, Jenins, mailto:hans.vettiger@spin.ch, Tel. 081 302
15 07
(Quelle: Irene Horvath, AfB Graubuenden)
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7. Bildungszentren: Wer hat Erfahrung?
wt. Der Kanton Zuerich plant, Berufs- und Mittelschulen zu
"Berufsbildungszentren" zusammenzufassen. In diesem Zusammenhang sind die
zustaendigen Personen interessiert an Erfahrungen mit solchen
Zusammenschluessen. Sie waeren dankbar um Hinweise, wo bereits
Bildungszentren im oben beschriebenen Sinne geplant sind, bestehen oder
bestanden haben. "Sachdienliche Hinweise" sind erbeten an: Silvia Kuebler,
mailto:skuebler@schulnetz.ch
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8. Forschung: NFP-Skizzen bewilligt
df. Der Bundesrat hat am 1. April 1998 ein nationales Forschungsprogramm
zum Thema "Bildung und Beschaeftigung" beschlossen und den Schweizerischen
Nationalfonds mit dessen Durchfuehrung beauftragt (NFP 43). Inzwischen
wurden aus 125 Projektskizzen 35 bewilligt; diese muessen jetzt bis Ende
dieses Jahres zu eigentlichen Gesuchen ausgearbeitet werden, welche Anfang
Mai 2000 bewilligt werden duerften. Das Programm kostet 8 Mio. Franken und
dauert fuenf Jahre.
Infos: http://www.snf.ch oder Christian Mottas, Schweizerischer
Nationalfonds, Tel. 031 308 22 22
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9. Westschweiz: Die Laufbahnberatung wird weiterentwickelt
Die Vereinigung der Berufsberater und -beraterinnen der Westschweiz fuehrte
am 5. November eine Tagung zum oben genannten Thema durch, an der auch die
Praesidentin des Schweizerischen Verbandes fuer Berufsberatung, Frau
Staenderaetin Christine Langenberger, mitwirkte. In folgenden Bereichen sei
die Entwicklung voranzutreiben:
- Beratungsleistungen definieren und weiterentwickeln
- Qualitaetskriterien bestimmen
- Aktivitaeten differenzieren
- Auf die gesellschaftlichen Beduerfnisse reagieren
- Gebuehren fuer die Beratungen bestimmen
- Neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln
- Berufsethische Fragen ueberdenken
Weitere Informationen: laudette.fauque@etat.ge.ch
(Quelle: OOFP Geneve)
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10. Genf: Foerderung der grenzueberschreitenden Ausbildung
Das Comité regional franco-genevois beauftragte eine Arbeitsgruppe, die
grenzueberschreitende Ausbildung zu studieren. Die Beduerfnisse auf beiden
Seiten der Grenze sollen abgeklaert werden, der Austausch von Lehrlingen
konkretisiert und die Kontakte zwischen schweizerischen und franzoesischen
Berufsschulen verstaerkt werden.
Weitere Informationen: mailto:jean-charles.lathion@etat.ge.ch
(Quelle: OOFP Geneve)
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11. Bern: Das Lehrlingsturnen wird doch nicht angetastet
pm. Das Lehrlingsturnen wird weder um eine Lektion reduziert noch zum
Freifach erklaert. Den Antrag der Regierung, im Rahmen des
Massnahmenprogramms zur Haushaltsanierung, das Turnen an Vollzeitschulen
der Berufsbildung um eine Lektion abzubauen und an Berufsschulen zum
Freifach zu erklaeren, lehnte das Parlament mit 117 zu 57 Stimmen ab.
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12. St.Gallen: Diplommittelschulen anstelle der Verkehrsschule
Auf Beginn des Schuljahres 2000/01 wird im Kanton St. Gallen die allgemeine
Diplommittelschule von zwei auf drei Jahre verlaengert und neu konzipiert:
Ab dem 2. Schuljahr koennen Schwerpunktfaecher besucht werden: Gesundheit,
Erziehung und Soziales, Musik oder Gestaltung.
Der neue Lehrgang soll in St.Gallen und Sargans gefuehrt werden, je nach
Zahl der Interessenten auch in Heerbrugg und Wattwil.
Auf den gleichen Zeitpunkt wird der Lehrgang "Verkehrsschule" an der
Kantonsschule am Bruehl St.Gallen aufgehoben, der seit 1990 stark sinkende
Schuelerzahlen aufweist.
(Urs Blaser)
Weitere Informationen: U. Blaser, Amt fuer Berufsbildung St. Gallen,
mailto:urs.blaser@ed-abb.bs.sg.ch
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13. Urs Stampfli neuer Leiter des SVB
wt. Mme F. de Bondeli ist aus der Leitung des Schweizerischen Verbandes
fuer Berufsberatung ausgeschieden. Als Geschaeftsfuehrer ad interim wurde
Dr. Urs Stampfli bestimmt, langjaehriger Leiter der Zuercher Zentralstelle
fuer Berufs- und Studienberatung und derzeitiger Praesident der
Schweizerischen Konferenz der Zentralstellenleiter.
Adresse: Amt fuer Jugend und Berufsberatung, Zentralstelle fuer Berufs- und
Studienberatung, Schaffhauserstrasse 78, 8090 Zuerich
Tel. 01 259 23 89, Fax 01 259 51 34, mailto:urs.stampfli@bid.ch
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14. Telefon im Schulzimmer
df. Die Oberstufe in Oberseen (Winterthur) geht neue Wege bei der
Lehrstellensuche: Die Schule hat einen "Lehr- und Anlehrpool Oberseen"
gegruendet. Unter der Telefonnummer 052 235 02 65 sind die Schuelerinnen
und Schueler nun auch waehrend des Unterrichts erreichbar. Sie sollen auch
ihrerseits Anbieter von Lehrstellen sofort kontaktieren koennen. Beim
Telefondienst wechseln sich die Schueler ab, wobei das Telefon ins
Klassenzimmer mitgenommen wird.
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15. ZBA: Doch keine Fusion mit der SVEB
df. Die angekuendigte Fusion der Zentralstelle fuer betriebliche Ausbildung
(ZBA) mit der SVEB ist nicht zustande gekommen. Ueberraschend hat sich eine
knappe Mehrheit der an der ausserordentlichen GV der ZBA vertretenen
Mitglieder vom vorgaengigen Fusions-Entscheid mit der SVEB distanziert und
fuer eine Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Verbandes fuer
betriebliche Ausbildung SVBA gestimmt, der seinerzeit vom ZBA zusammen mit
den Schwesterorganisationen ARFOR (Westschweiz) und AFASI (Tessin)
gegruendet worden war.
Naeheres wird an einem 'Open house' am 3. Dezember 1999 abgesprochen.
Die Geschaeftsstelle der ZBA bleibt weiterhin Ansprechpartner fuer die
ZBA-Mitglieder sowie fuer Fragen zur Hoeheren Fachpruefung
Betriebsausbilder/in. Der Uebergangsvorstand steht unter der Leitung von
Ernst Aebi, Zuerich, mailto:aebiernst@bluewin.ch
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16. Infopartner: Unterstuetzung in Aussicht
df. Das im Rahmen des Lehrstellenbeschlusses I finanzierte Projekt
"Infopartner" darf mit weiterer Unterstuetzung rechnen. Das BBT sowie das
Staatssekretariat fuer Wirtschaft (seco) ermunterten die Vertreter der
Gesellschaft im Rahmen einer Aussprache, das Projekt fuer den
Lehrstellenbeschluss II wieder einzureichen und sicherten eine wohlwollende
Behandlung zu.
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