News aus der Schweizer Berufsbildung
04.07.2006
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Die grafisch gestaltete PDF-Version von bbaktuell finden Sie unter http://www.bbaktuell.ch/pdf/bbaktuell173.pdf
Dies ist die letzte Ausgabe vor den Sommerferien - den naechsten Newsletter erhalten Sie am 15. August. Wir wuenschen Ihnen viel Sonnenschein und die noetige Freizeit ihn zu geniessen.
Die Redaktion von bbaktuell und ActualitésFPr
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Inhalt:
1. Erfassung der Vollkosten von ueberbetrieblichen Kursen (UeK)
2. Gesundheitsberufe: Alle unter einen Hut bringen ...
3. Parlamentarische Vorstoesse
4. EDK publiziert Jahresziele. Berufsfachschulvereinbarung gutgeheissen
5. Berufsmaturitaet: Nur 58 Prozent gehen an eine Hochschule
6. Vernehmlassung zu beruflichen Grundbildungen im Autogewerbe eroeffnet
7. Buehnentanz: erste berufliche Grundbildung fuer den Kunstbereich
8. BE: Neue Gebuehrenregelung fuer die Hoehere Berufsbildung
9. Berufswahl von Zuercher Jugendlichen detailliert untersucht
10. BBT-Quartalsinfo: Aktuelles zur Berufsbildungsreform
11. Oesterreich modularisiert die berufliche Grundbildung ...
12. Berufslehre im Elsass: Frauen in Maennerberufen werden belohnt
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1. Erfassung der Vollkosten von ueberbetrieblichen Kursen (UeK)
jf. Das SQUF - Netzwerk der Wirtschaft fuer Berufsbildungsfragen - und die SBBK - Schweizerische Berufsbildungsaemter-Konferenz - haben ein gemeinsames Konzept zur einheitlichen Erhebung der Vollkosten fuer die ueberbetrieblichen Kurse (UeK) erarbeitet. Das SQUF hat die Organisationen der Arbeitswelt aufgefordert, die aktuellen Vollkosten pro Beruf zu erfassen. Die Umfrageergebnisse bilden die Grundlage zur Berechnung der Subventionszahlungen ab 2008.
Mehr: http://www.squf.ch/squf_de/aktuell/news
Urs Waldispuehl, Projektleiter SQUF, Netzwerk der Wirtschaft, mailto:info@squf.ch
Jean-Daniel Zufferey, Projektleiter Umsetzung nBBG SBBK, mailto:zufferey@edk.ch
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2. Gesundheitsberufe: Alle unter einen Hut bringen ...
df. Seit einem halben Jahr fuehrt Urs Sieber die Geschaefte der neuen OdASanté, dem Spitzenverband der nicht aerztlichen Gesundheitsberufe. In dieser OdA sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Kantone vertreten - ein Novum, das Probleme machen koennte. Im Gespraech mit bbaktuell schildert Sieber, wie er damit umgehen moechte. Weitere Themen sind: Die Ausbildung "Fachangestellte Gesundheit" soll zum Koenigsweg in die Gesundheitsberufe werden. Zudem wird die Einfuehrung einer zweijaehrigen beruflichen Grundbildung geprueft.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3547.pdf
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3. Parlamentarische Vorstoesse
wt. NR Didier Berberat (NE) ersuchte in seinem Postulat den Bundesrat, zu pruefen, ob die Betriebe verpflichtet werden koennen, die Kosten von privaten Tests fuer die Lehrstellenbewerbung zu uebernehmen(06.3054). Der Bundesrat bedauert zwar das Aufkommen der privaten Tests. Die Kosten dieser Tests den Betrieben in Rechnung zu stellen, wuerde jedoch an der Ursache vorbeizielen. Zudem waere dieses Vorgehen nicht praktikabel, da sich Jugendliche ueblicherweise bei mehreren Betrieben in verschiedenen Branchen bewerben.
Stellungsnahme seitens basic-check und Multicheck: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3557.pdf
Fuer folgende Vorstoesse ist eine Stellungnahme des Bundesrates in Vorbereitung oder liegt beim Parlament: Motion Stéphane Rossini zur Finanzierung der Weiterbildung (06.3161), Interpellation Didier Burkhalter zur Anrechnung der Praxiserfahrung in der Berufsbildung (06.3242), Motion Hugo Fasel zur Schaffung zusaetzlicher Lehrstellen (06.3393) und zum Postulat Meinrado Robbiani zu Jugendlichen, Berufsbildung und Arbeitslosigkeit (06.3379). Der Vorstoss der WBK NR "Bericht zu Defiziten im Lehrstellenbereich (06.3018) ist erledigt
Texte:
http://www.parlament.ch mit Suche nach Geschaeftsnummer.
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4. EDK publiziert Jahresziele. Berufsfachschulvereinbarung gutgeheissen
jf/df. Die Plenarversammlung der EDK hat am 22. Juni 2006 die Interkantonale Vereinbarung ueber die Beitraege an die Ausbildung der Kosten in der beruflichen Grundbildung (Berufsfachschulvereinbarung) gutgeheissen. Die Vereinbarung regelt die Abgeltung der Kantone an die Kosten des beruflichen Unterrichts sowie an die Kosten der beruflichen Vollzeitausbildungen. Sie muss nun von den Kantonen ratifiziert werden und wird - wenn ihr 15 Kantone beigetreten sind - auf das Schuljahr 2007/2008 in Kraft treten.
Text der Vereinbarung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3556.pdf
Die EDK will die Umsetzung des neuen Berufsbildungsgesetzes vorantreiben, die Weiterbildung foerdern und die Nahtstelle obligatorische Schule - Sekundarstufe II optimieren. Dies geht aus dem Taetigkeitsprogramm hervor, das gleichentags verabschiedet wurde.
Mehr: http://www.edk.ch/Aktuell_d_f_e/mainAktuell_d.html oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3549.pdf
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5. Berufsmaturitaet: Nur 58 Prozent gehen an eine Hochschule
df. Im Jahr 2005 erlangten 27'200 Personen einen Maturitaetsabschluss, 26 Prozent mehr als im Jahr 2000. Etwas mehr als die Haelfte (52%) der Maturitaetszeugnisse ging an Frauen.
10'700 Frauen und Maenner erhielten eine Berufsmaturitaet BM. Die technischen und kaufmaennischen BM vereinten im Jahr 2005 87 Prozent aller Abschluesse auf sich. Laut dem Bundesamt fuer Statistik (BFS) setzen rund acht von zehn Maturitaetsabsolventinnen und -absolventen ihre Ausbildung an einer Hochschule fort, 90 Prozent der Personen mit gymnasialer Maturitaet und 58 Prozent mit Berufsmaturitaet. Tief ist die Uebertrittsquote in die hoehere Ausbildung vor allem bei Personen mit kaufmaennischer BM (40%).
Mehr: hier oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3550.pdf
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6. Vernehmlassung zu beruflichen Grundbildungen im Autogewerbe eroeffnet
ao. Die Vernehmlassung zu folgenden Verordnungen ueber die berufliche Grundbildung ist eroeffnet: Automobil-Mechatroniker/in EFZ, Automobil-Fachfrau/mann EFZ, Automobil-Assistent/in EBA.
Infos: hier
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7. Buehnentanz: erste berufliche Grundbildung fuer den Kunstbereich
df. Wer den Buehnentanz erlernen will, muss sehr frueh mit der Ausbildung beginnen. Dies war eine der Ueberlegungen, die zum Beschluss fuehrten, die in Zuerich angebotene, 3-jaehrige Ausbildung von der Tertiaer- auf die Sekundarstufe zu verlegen. Ein Gesuch fuer einen Pilotversuch der Kantone Waadt und Zuerich sowie des Dachverbands Danse Suisse wurde von der Arbeitsgruppe Masterplan Berufsbildung im Januar 2006 gutgeheissen. Der Zeitplan sieht vor, 2008 mit je einer Pilotklasse in Zuerich und Lausanne zu starten.
Mehr: hier oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3545.pdf
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8. BE: Neue Gebuehrenregelung fuer die Hoehere Berufsbildung
df. Fuer Bildungsgaenge der Hoeheren Berufsbildung (Berufspruefungen, hoehere Fachpruefungen, Technikerdiplome und Diplome hoeherer Fachschulen) mussten im Kanton Bern bisher nach Fachbereichen unterschiedlich hohe Semestergebuehren entrichtet werden. In der neuen Direktionsverordnung ueber die Berufsbildung, die Weiterbildung und die Berufsberatung (BerDV) werden diese Gebuehren neu auf 600 bis 3000 Franken festgelegt. Ein Harmonisierungs-Konzept des Bueros "Bass" (http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3414a.pdf ) fand keine Zustimmung. Mit dem Erlass der BerDV schliesst der Kanton Bern die Vollzugsgesetzgebung zum neuen BBG ab.
Download BerDV: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3414b.pdf
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9. Berufswahl von Zuercher Jugendlichen detailliert untersucht
wt. Sekundarschuelerinnen und -schueler (heute Sek A/E) draengen immer mehr in Berufslehren, die traditionellerweise den Realschuelern (bzw. heute Sek B/G) vorbehalten waren. Gemeinden und Quartiere mit hoher sozialer Belastung weisen besonders viele Jugendliche ohne Anschlussloesung auf. Dies ist das Resultat einer umfangreichen Untersuchung der Schul- und Berufswahl von Zuercher Jugendlichen: hier oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3542.pdf
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10. BBT-Quartalsinfo: Aktuelles zur Berufsbildungsreform
bbt. Das BBT hat das Handbuch fuer die Allgemeinverbindlicherklaerung von Berufsbildungsfonds publiziert. Dieses bietet einen Ueberblick ueber die Einrichtung branchenbezogener Berufsbildungsfonds gemaess Art. 60 Berufsbildungsgesetz. Auch ist das Handbuch eine Planungs- und Arbeitshilfe fuer Organisationen der Arbeitswelt. Diese und weitere Informationen zur Berufsbildungsreform finden sich in der juengsten BBT-Quartalsinfo.
Download unter: hier oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3558.pdf
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11. Oesterreich modularisiert die berufliche Grundbildung ...
wt/df. ... versteht aber etwas anderes unter einem Modul als wir es tun: Ein Modul dauert ein bis zwei Jahre. Ein modularer Lehrberuf soll aus einem Grund-, zumindest einem Hauptmodul sowie aus einem oder mehreren Spezialmodulen bestehen. Dies sieht ein Gesetzesentwurf vor, der im Juli vom Ministerrat verabschiedet wurde. Konzept: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3110a.pdf Zwei Berichte ueber Studien des ibw Wien enthalten die Resultate einer Analyse des Status quo und einer Expertenbefragung zur Modularisierung: http://www.ibw.at/html/rb/pdf/rb_20_archan.pdf oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3110b.pdf und http://www.ibw.at/html/rb/pdf/rb_21_archan.pdf oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3110b.pdf
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12. Berufslehre im Elsass: Frauen in Maennerberufen werden belohnt
ja. Junge Frauen ermutigen, fuer ihre Berufsbildung Maennerberufe zu waehlen: Das ist das Ziel eines Preises, der jedes Jahr 15 lernenden Frauen im Elsass vergeben wird, die eine duale Lehre absolvieren. Die Ausschreibung steht weiblichen Lernenden offen, die eine Ausbildung in einem Beruf mit einem Frauenanteil von weniger als 30 Prozent durchlaufen. Der Preis besteht seit einigen Jahren und wird das naechste Mal im Oktober 2006 verliehen.
Mehr: mailto:apprentissage@region-alsace.fr oder T. 0033 388 21 68 49
sowie hier , dossier de candidature, lauréates des éditions précédentes
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Impressum:
Herausgeber: Schweizerische Berufsbildungsaemter-Konferenz SBBK und Bundesamt fuer Berufsbildung und Technologie BBT, Bern. Copyright: SBBK und BBT, Weitergabe frei. Bitte Quelle angeben. Bei Publikation Beleg erbeten.
Mitarbeitende: Annemarie Abbondio (ao), Jacques Amos (ja), Josette Fallet (jf), Daniel Fleischmann (df), Phuoc Ngo (pn) und Emil Wettstein (wt). Mitglieder der Steuergruppe: Dani Duttweiler, BBT; Robert Galliker, SBBK; Yvonne-Marie Ruedin, CRFP
Verantwortlich fuer diese Ausgabe ist Emil Wettstein, Zuerich (mailto:Mail an Redaktion) Uebersetzung: Annemarie Abbondio
Bestellungen sowie Abbestellungen: http://www.bbaktuell.ch/anmelden.html, Adressaenderungen: mailto:Mail an Administration. Frueher publizierte Meldungen sind auch ueber Internet zugaenglich: http://www.bbaktuell.ch, franzoesische Fassung ueber: http://www.afpr.ch